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Jahresrückblick 2014 und Ausblick ins neue Jahre 2015

 

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Kulturfenster

Allerlei Konzepte und Ideen der beiden vorangegangenen Jahre trugen im Jahr 2014 erste Früchte. Neben der Fertigstellung der neuen Bildhauerhütte und der Neustrukturierung des umgebenden Geländes, war es vor allem die Dauerausstellung in unserem Kulturfenster, die viel Zeit in Anspruch nahm. Beide Örtlichkeiten entstanden in direkter Verbindung mit unserem, bei der KuLanI (Kulturlandschaftinitiative St. Wendeler Land) beheimateten, Projekt „steinreich“.

 

Auf den ersten Blick mag es nicht unbedingt plausibel erscheinen warum und wieso dieses Projekt im KBM realisiert wurde, bzw. warum wir uns so dafür eingesetzt haben. Denn schließlich gab es ja schon diesen Raum voller Vitrinen und diverser Artefakte. Nun, es war diese unausgegorene Optik, die in keinster Weise verdeutlichte, was dieser Raum eigentlich darzustellen wünschte. Ein schlüssiges Konzept lag nicht vor. Es fehlte auch eine Vorstellung wie man Besucher hierher führen könnte.

 

Mein Design, das nur die Wände bespielte und den Raum gänzlich frei ließ, bot hier nun ganz neue Nutzungsmöglichkeiten. Zusammen mit Werner Feldkamp von der KuLanI wurde die Idee eines Cafes in dieser Räumlichkeit geboren. Ein zusätzliches gastronomisches Angebot am Bostalsee, der seit der Eröffnung des Center Parcs im Sommer 2012, mit permanent steigenden Besuchszahlen glänzt.

 

Mit unserem Landrat Udo Recktenwald und seinem Kulturdezernenten, der guten Seele unseres Vereins, Harry Hauch, wurden die Möglichkeiten einer Realisierung erörtert, nachdem wir zwei Interessentinnen, die als Pächter in Frage kamen, gefunden hatten. Die weiteren Details dieser Entwicklung an dieser Stelle auszuführen würde etwas langatmig. Deshalb nur soviel in Kürze: Die Frage warum wir dies als Verein nicht selbst in Angriff genommen haben lässt sich leicht erklären. So ein Betrieb muss mit betriebswirtschaftlich fundierten Gewinnaussichten betrieben werden. Dem würde unser Status der Gemeinnützigkeit ganz gehörig im Weg stehen. Und unsere klamme Personalsituation, verbunden mit recht begrenzten finanziellen Möglichkeiten, schließt solche Überlegungen ohnehin aus. Dass wir einen solchen Betrieb innerhalb der von uns genutzten Immobilie unbedingt wollen, hat mit dem angestrebten Status des Kunstzentrums unmittelbar zu tun. Wir favorisieren die Örtlichkeit zukünftig in der öffentlichen Wahrnehmung als Kulturort des Kreises am Bostalsee zu sehen. Dies beinhaltet mehr agierende Partner vor Ort, generiert Öffnungszeiten über die gesamte Woche und schafft mit einer größeren Programmvielfalt, ein besseres Image in der Außenwahrnehmung. Dazu gehört einfach auch ein gastronomisches Angebot. Dieses ist sozusagen der Trichter der die Gäste zu den Inhalten führt. - Im idealen Fall also eine Gewinnsituation für alle Beteiligten.

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 Blick in die Dauerausstellung unseres Kulturfensters. Das Bild zeigt einen Teil der Partnerstelen des
Projektes "steinreich".


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Eine deutsch-französische Schülergruppe vor den Stelen der "Erzählung Europa" im Kulturfenster.

 

01 KBM Lichtanlage

Die neue Lichtanlage im alten Ausstellungstrakt. Aufgenommen während der Ausstellung "Rochade"

 

Licht

Wenn schon alles am Rollen ist, so muss man den Schwung nutzen. Außengelände saniert und die Gebäude, die schon 2012 gestrichen wurden, stehen auch wieder ansehbar in der Landschaft. Dieses Frühjahr bekamen wir die langersehnte neue Lichtanlage, die vor allem in den Ateliers den zahlenden Gästen unserer Kurse zu Gute kommt. Gerade hier haben wir in diesem Jahr viel Lob bekommen. Wir haben dort jetzt ein fantastisch gutes Arbeitslicht. Dieses hilft uns aber auch im alten Ausstellungstrakt, bei der Beleuchtung der Exponate und ist auch dort kein Luxus.

 

20 PW
Petra Wolf und KursteilnehmerInnen in ihrem Kurs.

 

Kursprogramm

Bei den Kursen setzen wir weiter auf Ausbau und Vertiefung unseres Angebotes. Wir versuchen verstärkt neue Dozentinnen und Dozenten an uns zu binden, die mit originären Techniken und interessanter Vermittlung derselben, neue Kursteilnehmer zu uns führen.

Dieses ist beileibe kein Automatismus. Die Konkurrenzsituation in der Region ist mit der Akademie in Trier und der Sommerakademie in Blieskastel permanent gegeben. Aus diesem Grund werden wir unsere Werbemöglichkeiten weiter zielgerichtet ausbauen. Unser recht umfassendes Kursprogramm lässt beim besten Willen eine flächendeckende, für alle Sparten zutreffende Werbung nicht zu. Deshalb werden wir uns hierbei auch weiterhin auf unser Keramikprogramm konzentrieren. Unser Equipment an Öfen, die ein gewisses Alleinstellungsmerkmal in der Region darstellen, legitimieren dies auch. Sollten wir in der neuen EU-Förderperiode wieder mit Geldern bedacht werden, so sind darin die Sanierung der bestehenden Anlagen sowie ein neuer, größerer RAKU-Ofen angedacht.

 

 

19Keramik

Werbung und unsere Kurse

Der Bereich Werbung sollte auch bei den hier agierenden Dozentinnen und Dozenten aus einer pragmatischen Perspektive betrachtet werden. Wir, das Kunstzentrum haben Mittel und Möglichkeiten die letztlich durch unser Budget eng bemessen sind. Wir tun und nutzen was wir können. Wir sind jedoch nicht in der Lage allen volle Kurse zu garantieren. Schon gar nicht denjenigen, die in unserer Region, Kurs an Kurs reihen und dann auch hier die Massen an Teilnehmern erwarten. Ich denke, da muss man realistisch bleiben. Die Eigenwerbung verpflichtet auch unabdingbar Werbung für den Standort am Bostalsee zu betreiben, wenn man im KBM Erfolge verzeichnen will. So ist es eine Minimalforderung, dass alle hier Agierenden, sich und ihr Programm auf unserer Website, mit der nötigen Professionalität, attraktiv darstellen. Eine Verlinkung der eigenen, mit unserer Website muss dort genau so selbstverständlich sein, wie die Erwähnung und Aufführung von Kursterminen. Im idealen Fall auch in Flyern oder selbst herausgebrachten Broschüren. Einige unserer Dozenten, die dies so betreiben, können entsprechende Erfolge, sprich maximale Ausbuchungen, ihrer Kurse verzeichnen. Im übrigen entsteht Erfolg durch Kontinuität der Maßnahmen. Es genügt also nicht einmal ein Feuerwerk zu zünden. Diejenigen, die diese Vorgaben beherzigen, werden zukünftig von uns favorisiert bei den Kursplanungen und Terminsetzungen.

 

 

Logo Kuenstlerfest KBM C CMFrisch

Seefest: Zwei Tage – eine Nacht 25 + 26. Juni 2015

Dazu passt auch ein weiterer Ausblick ins Jahr 2015. Wir sind ab Sommer 2015 integrierter Bestandteil des Seefestes. Dabei werden wir unser Außengelände sowie die Ateliers und Ausstellungsbereiche bespielen. Es wird Kunstaktionen zum Mitmachen für unsere Besucher jeden Alters geben. Die mit uns verbundene Dozentinnen und Dozenten werden Techniken präsentieren. Im idealen Fall ist bis dahin auch unser Cafe in Betrieb. Die Planungen für das Fest haben mittlerweile begonnen. Einen Dank schicke ich von hier aus an die Gäste unseres Jour Fixe, die viele Ideen einbrachten. Wir hoffen bei dieser Veranstaltung den öffentlichen Fokus recht intensiv auf das KBM zu lenken. Wir laden alle ein, sich mit uns in Verbindung zu setzen, die an dieser Veranstaltung mitwirken wollen.

 

 

Front EiK Bos TBK

Ausstellungen 2015

Nun noch ein Blick auf unser Ausstellungsprogramm. Auch hier ist Vielfalt angesagt. Die Partner des Projektes „steinreich“ werden zukünftig auch hier vor Ort mit Veranstaltungen vertreten sein. An deren Konzeption arbeiten wir zur Zeit.
Innen – Außen + Dazwischen: Tanja Bonaventura-Kleber beginnt den Reigen der Ausstellungen am 07. Februar. Danach präsentiert sich eine international zusammengesetzte Künstlergruppe UNIT9, die unsere Räume bis Ostern bespielt. Die saarländischen Künstlerinnen Karin Domanowsky und Isabell Gawron zeigen ab dem 18. April ihre „Zwischenstop“ betitelte Ausstellung. Ihnen folgt die ukrainischen Fotokünstlerin Oksana Guizot mit ihren dokumentarischen Fotografien. Gesetzt ist wieder eine, dann schon fünfte Ausgabe der Ausstellungsreihe „Künstler arbeiten mit Jugendlichen“, der Stiftung Kulturbesitz Kreis St. Wendel. Gezeigt werden Arbeitsergebnisse einer Workshopreihe von behinderten und nichtbehindert Jugendlichen, die bevor sie sich an einem weiteren Standort präsentiert, im KBM ihren Anfang nimmt.

 

 

Der neue Vorstand

Zum guten Ende noch ein paar Worte zu dem im Sommer gewählten Vorstand. Nach einem halben Jahr kann man sagen, dass sich die jetzt Agierenden recht positiv eingebracht und die Zusammenarbeit, konstruktiv und auf einem freundschaftlichen Niveau stattfindet.

Neu an meiner Seite sind dabei, als StellvertreterIn die Künstlerin Tanja Bonaventura-Kleber sowie der Künstler und Vorsitzende des Freundeskreises Wolfgang Gärtner. Carmen Becker hat weiter die Finanzen unter Kontrolle und ist auch sonst unsere wichtigste Protagonistin im nicht immer leichten Tagesgeschäft. Gabi Saar bleibt uns als Schriftführerin erhalten. Im Beirat ist uns Marliese Spaniol weiterhin mit gutem Rat und ihrer langjährigen Erfahrung eine wichtige Stütze. Neu hinzu gekommen ist die Künstlerin Karin Mansmann sowie die Lehrerin Christiane Nickolaus-Frisch.

Ich wünsche uns allen ein friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Rutsch, in ein erfolgreiches und spannendes neues Jahr.

Christoph M Frisch
1. Vorsitzender des Kunstzentrums Bosener Mühle

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Alle Fotografien und Designs für diesen Artikel Copyright by Christoph M Frisch © 2014



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