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neuN+1

Nah am Wasser
24.2. - 18.03. 2018

 

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Einladungskarte                                                                                            Kartendesign: Christoph M Frisch © 2018

 

Mit dem Ende der grauen und feuchten Tage, bei nun strahlend blauem Himmel, wurde die Ausstellungssaison im Kunstzentrum eröffnet. Und passend zu der größten Binnenwasserfläche im Südwesten hatte sich die Künstlergrupppe „neuN+1“ aus der Westpfalz das Thema „Nah am Wasser“ gegeben.

 

Herausgekommen ist eine facetten- und variantenreiche Präsentation von Bilder und Skulpturen. Ohne die Räume zu überladen ist es der Gruppe gelungen einen Parcour aufzubauen, der es dem Betrachter ermöglicht, die einzelnen Werke unbedrängt zu entdecken.

 

Da findet sich die aus Holz geschlagene Figurengruppe von Stephan Müller. Dem Wasser entsteigend oder doch versinkend (?) steht sie zu Füßen eines großen Tableaus von Irmgard Weber, deren Farbpalette an die berühmten Seerosenbilder von Monet erinnert. An anderer Stelle verwebt Uta Arnhardt ihre Collagen aus Zeichnung, Pflanzenteilen und zarten Japanpapieren zu einem poetischen Ineinander. Daneben Edda Wilms, die in farbigen Linolschnitten gekonnt das Formenspiel der Flora eines Ufersaumes zitiert. Zu entdecken sind die fotografisch geschaffenen und auf Glasebenen angelegten Arbeiten von Gudrun Klein. Ein Spiel mit der Dreidimensionalität, das sich in seiner optischen Wirkung nicht reproduzieren lässt.

 

Ihnen sowie Wolfgang Beck, Mark Blunck, Wolfgang Fritz, Peter Padubrin-Thomys und Matthias Strugalla gelingt es, sich virtuos dem Thema zu nähern und man will glauben, dass die Auseinandersetzung und die Erfindungen dazu noch nicht beendet sind.

 

Die Vernissage am Samstag wurde begleitet von Bernd Mathias, der an diesen Abend mit impressionistischen Klängen von Debussy und einer eigenen Komposition das Publikum zu verzaubern wusste.

 

Christoph M Frisch

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Plakat                                                          Plakat-Design: Christoph M Frisch © 2018

 

 

Für ein Ausstellungsprojekt mit dem Titel „nah am Wasser“, zugeschnitten auf die Räumlichkeiten der Bosener Mühle, beschäftigen sich die „neuN“ auf vielfältige Art und Weise mit dem Urelement.

 

Die „neuN“- das ist ein Netzwerk von professionellen Künstlern der Region Westpfalz, das sich vor 4 Jahren gegründet hat, den künstlerischen Austausch bei regelmäßigen gegenseitigen Atelierbesuchen pflegt und öffentliche Projekte initiiert und durchführt. So gab es bereits 2013 anlässlich des Rheinland-Pfalz-Tages und des Stadtjubiläums in Pirmasens eine Ausstellung im öffentlichen Raum: im Plakatwandformat stellte sich die Gruppe im Strecktalpark und anschließend im Innenhof des Forums Alte Post vor. In der Folge gab es Auftritte der „neuN“ in der Villa Meixner in Brühl, bei Projekten der Architektenkammer Rheinland-Pfalz „Baukultur grenzenlos“ im Oberbeiwalderhof in Hornbach und „Den Unsinn bevorzuge ich“ im ehemaligen Park-Kino in Pirmasens.

 

Die „neuN“, das sind zur Zeit „neuN + 1“:

Uta Arnhardt/ Eppenbrunn,
Wolfgang Beck/ Donsieders,
Mark Blunck/ Höheischweiler,
Wolfgang Fritz/ Lemberg,
Gudrun Klein/ Rodalben,
Stephan Müller/ Rodalben,
Peter Padubrin-Thomys/ Hinterweidenthal,
Matthias Strugalla/ Pirmasens,
Irmgard Weber/ Pirmasens,
Hedda Willms/ Zweibrücken.

 

Es besteht keine feste oder bindende Mitgliedschaft, Credo ist die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit der jeweiligen künstlerischen Position. Die Verschiedenartigkeit der künstlerischen Standpunkte der „neuN“ lässt eine vielschichtige und komplexe Annäherung an das Thema Wasser erwarten.

 

Die räumliche Nähe des Ausstellungsortes zum Bostalsee ist für die Künstler äußerer Anlass zur Beschäftigung mit dem Element Wasser. Es kommen die verschiedenen künstlerischen Techniken zum Ausdruck: Zeichnung, Malerei, Bildhauerei, Fotoarbeiten und Collagen. Die einzelnen Methoden und Strategien reichen von der Spurensuche, dem Sammeln und Ordnen botanischer Artefakte, über die phänomenologische Untersuchung prozessualer Naturvorgänge bis hin zur subjektiv- emotionalen Zwiesprache von Mensch und Natur. Auch ironische Seitenhiebe auf menschliche Befindlichkeiten, die nah am Wasser anzusiedeln sind,werden erteilt.

 

Bei einigen Beiträgen bewegen sich Zeichnung und Malerei auf einer metaphorischen Ebene, zeichnen ein Bild des Wassers als Sinnbild seelischer Zustände und menschlicher Relationen. Andere Werke sind inspiriert von den besonderen Qualitäten des Wassers: seiner Transparenz, seiner Energie und seinem lebendigen Fluss.

 

 

 

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Blick in die Ausstellung

 

 

 

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Blick in die Ausstellung

 

 

 

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Blick in die Ausstellung

 

 

 

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Blick in die Ausstellung

 

 

 

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Blick in die Ausstellung

 

 

 

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Blick in die Ausstellung

 

 

 

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Blick in die Ausstellung

 

 

 

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Blick in die Ausstellung

 

 

 

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Blick in die Ausstellung

 

 

 

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Vernissage mit den NeuN+1                                                              Foto: Christiane Nicklolaus-Frisch © 2018

 

 

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Copyright der abgebildeten Kunstwerke bei den Künstlerinnnen und Künstlern © 2018
Alle Fotos, soweit nicht anders vermerkt: Christoph M Frisch © 2018

 

 

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